Atomtransporte durch Hamburg stoppen!

Uranzug am 23.4.2018 in HH Süd

23.4.18 – Neuer Urantransport unterwegs

Senats Ankündigung zum Atomtransporte-Verzicht in Hamburg ist heiße Luft.

Am gestrigen Montag 23.4. verließ erneut ein Atomtransport den Süd-West-Terminal von C. Steinweg im Hamburger Hafen. Das Uran kam per Schiff der Reederei MACS aus Namibia nach Hamburg und ist nun nach Narbonne zur Orano (ex Areva) Uranfabrik nach Narbonne Malvési unterwegs.

Beobachtungen zur Folge verließ der Uranzug mit 11 Containern Uranerzkonzentrat (Yellow Cake) den Süd-West-Terminal am 23.4.18 um 15:40 Uhr. Die Abfahrt aus Hamburg-Süd erfolgte um 18:40 Uhr. Der Zug wurde am 24.4. um 0:18 Uhr bei seiner Durchfahrt in Buchholz in der Nordheide gesichtet. Die Weiterfahrt erfolgt voraussichtlich über Hagen-Vorhalle, Köln, Bonn, Trier, Dijon, Montpellier.

Hier gibt es ein Video von der Abfahrt des Zuges in HH-Süd. Weiterlesen

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Hapag-Lloyd und HHLA: Freiwilliger Verzicht auf Atomtransporte?

Die Unternehmen HHLA und Hapag-Lloyd (an denen die Stadt Hamburg Anteile hält) wollen künftig auf den Transport von Kernbrennstoffen verzichten. „Atomtransporte im Hafen stehen vor dem Aus“ hieß es sogleich im Hamburger Abendblatt. Doch was bedeutet dieser Verzicht wirklich?

  • Hapag-Lloyd: Die Firma transportierte auch schon bisher nur Stoffe vor dem Anreicherungsprozess, beispielsweise Uranhexafluorid für die Urananreicherungsanlage in Gronau, also keine sogenannten Kernbrennstoffe. Hapag-Lloyd verzichtet also auf gar nichts. Im Gegenteil, die Transporte mit Uranhexafluorid, die Hapag-Lloyd durchführte stiegen von knapp 1000 Tonnen 2014 auf rund 3000 Tonnen 2017. Ausbau statt Verzicht scheint hier die Devise zu sein.
  • HHLA: Der Verzicht der HHLA ist schon bedeutsamer. Auch hier wird der Umschlag der sonstigen radioaktiven Materialien, vor allem über das Terminal Altenwerder weiter gehen – darauf wird nicht verzichtet. Etwa die Hälfte der Kernbrennstofftransporte in Hamburg wurden bisher über HHLA-Terminals abgewickelt.
  • Eurogate + C. Steinweg: Die beiden anderen am Atomumschlag beteiligten Firmen haben bisher keine Verzichtserklärung abgegeben. Da bei C.Steinweg Uranerzkonzentrat umgeschlagen wird, würde ein Verzicht nur auf Kernbrennstoffe ebenso wie bei Hapag-Lloyd bedeutungslos sein.
  • Hamburg insgesamt: Die Kernbrennstofftransporte machten 2017 mit einer Anzahl von 21 und einer Masse von etwa 300 Tonnen nur einen geringen Teil aus gegenüber den Transporten sonstiger radioaktiver Stoffe (vor allem Uranzerkonzentrat und Uranhexafluorid) mit über 8000 Tonnen in 98 Transporten. Davon wurden 12 an Terminals der HHLA (inklusive Unikai) umgeschlagen.

Der Großteil der Transporte über Hamburg wird also weiter gehen. Trotzdem sind diese Verpflichtungen vielleicht ein Ansatzpunkt um mit weiteren Protestaktionen und politischem Druck mehr zu erreichen, immer im Kampf um eine Welt ohne Atomkraft, Atomwaffen und Kapitalismus.

In den nächste Tagen werden wir hier noch die verschiedenen Reaktionen von Anti-Atom-Gruppen auf die Ankündigung dokumentieren.

Stellungnahme der Gruppe SAND (Systemoppositionelle Atomkraft Nein Danke) mit den neusten Zahlen zu den Atomtransporten 2017 in Hamburg: Hamburger Hafen, internationale Drehscheibe für Atomtransporte – trotz eingeschränkten Verzicht auf Kernbrennstoff-Transporte

Soli mit Bure beim Aktionstag gegen Urantransporte 2018

Neuer Urantransport am 1.3.

Am 1.3.2018 verließ ein mit 7 Containern Uranerzkonzentrat (Yellow Cake) beladener Urantransport den Hamburger Hafen. Das Uran ist mit dem Schiff „Red Cedar“ der Hamburger Reederei MACS aus Namibia nach Hamburg befördert worden und wurde am Süd-West-Terminal von der Atomumschlagfirma C. Steinweg auf einen Zug umgeschlagen. Der Uranzug verließ anschließend das Terminal Richtung Narbonne in Süd-Frankreich. Der Zug wurde am Freitag und Samstag in Buchholz, Hagen Vorhalle, Köln und Schweich (bei Trier) beobachtet.

Siehe Bericht auf urantransport.de

An dieser Stelle auch der Hinweis auf das internationale Antiatom Camp im August 2018 in Narbonne. Die Versorgungstransporte, gegen die wir in Hamburg kämpfen, werden dort Thema sein. Bildet Fahrtgemeinschaften und kommt zum Austausch und Tanken von widerständiger Energie nach Narbonne im Sommer!

Und wenn du mehr über das Thema erfahren willst: Am 13.3. um 19 Uhr gibt es eine Veranstaltung über Atomtransporte durch Hamburg im Centro Sociale, Raum Kubus

Transporte-Ticker

Uranaktionstag 2018

Uranaktionstag – ein Bericht aus HH Wilhelmsburg

Straßentheater gegen Atomtod

Eine Bildergalerie mit Bildern der Mahnwachen an der Strecke gibt es hier.

Heute, am Streckenaktionstag gegen Urantransporte, fanden bundesweit verschiedene Proteste statt. Wir haben eine Aktion in Hamburg durchgeführt. Direkt über der Bahnstrecke, an der alle paar Wochen Uranerzkonzentrat befördert wird, haben wir einen Urantransport nachgestellt. Unser „Container“ wies einige Löcher auf, das kommt tatsächlich in der Realität auch vor. Regelmäßig werden an den Containern Mängel wie Löcher festgestellt. Aus unserem „Container“ rieselte gelbes Pulver, welches Ähnlichkeit mit Uranerzkonzentrat (auch Yellow Cake genannt) hat. Mit einem selbstgebauten „Geigerzähler“, „Strahlenschutzanzügen“ und Gasmasken machten wir auf die Gefahren von Urantransporten aufmerksam. Ein Kaffeekränzchen mit Gasmasken stellte die vermeintliche Normalität der Atomtransporte dar. Weiterlesen

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Mahnwache von ROBIN WOOD in Hamburg-Wilhelmsburg

Terminankündigung von Robin Wood

Für den 24. Februar rufen Anti-Atom-Initiativen zu einem überregionalen Streckenaktionstag gegen Urantransporte auf. ROBIN WOOD-Aktive werden den Aktionstag mit einer Mahnwache in Hamburg unterstützen, die am kommenden Samstag ab 13:00 Uhr an der S-Bahn-Station Wilhelmsburg beginnt. Dort in der Nähe der Zugstrecke werden die Aktivist*innen u.a. mit Straßentheater auf die radioaktiven Transporte aufmerksam machen. ROBIN WOOD fordert die Sperrung des Hamburger Hafens für Atomtransporte und die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen.

Durchschnittlich alle zwei Tage fährt ein Atomtransport mitten durch die Millionenstadt Hamburg. Transportiert werden Stoffe, die für die Herstellung von Brennstoff für Atomkraftwerke eingesetzt werden. Diese Transporte sind zugleich Lebensader und Achillesferse der Atomindustrie.

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13.3. – Veranstaltung Atomtransporte durch HH und der Widerstand dagegen

Am 15.2.18 hat erneut ein Atomtransport den Hamburger Hafen Richtung Frankreich verlassen. Der Zug hat 4 Container Yellow Cake (Uranerzkonzentrat) geladen. Das Uran wurde mit dem Schiff Blue Master 2 der Hamburger Reederei MACS  aus Namibia nach Hamburg zum Süd-West Terminal von C. Steinweg befördert.
Atomkraftgegner*innen machen derweil mobil gegen diese Transporte im Norden und im Westen.

1) Am 24.2. veranstalten diverse Anti-Atom-Initiativen einen Aktionstag gegen Urantransporte, in Hamburg und Umgebung gibt es 3 Mahnwachen:
http://urantransport.de/aktionstage/streckenaktionstag-2018/

2) Am 13.3. gibt es in  HH eine Informationsveranstaltung von ROBIN WOOD über Atomtransporte durch Hamburg (und anderswo) und den Widerstand dagegen.

Die Ankündigung:

Atomtransporte durch Hamburg und der Widerstand dagegen


Informationsveranstaltung von ROBIN WOOD mit anschließender Diskussion
13.3.2018, 19h, Centro Sociale Raum Kubus, Sternstr. 2, Hamburg

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Streckenaktionstag am 24.2.2018

Am 24. 2.  2018 wollen wir an der Atomtransporte-Strecke entlang demonstrieren.

Mit gelbem Pulver wollen wir sichtbar machen, was sich auf unseren Schienen (und Straßen) abspielt und was da ohne Sinn und Vernunft durch Bahnhöfe und Ortschaften rollt.

  • Geplante Aktionen und Mahnwachen in Hamburg und Umgebung

* Hamburg – Veddel: Mahnwache 11 bis 14 Uhr, Veranstalter: SAND

* Hamburg-Wilhelmsburg: Mahnwache von 13 bis 15 Uhr, Bahnofspassage – Bereich Umweltbehörde bis Eingang S-Bahn mit Straßentheater und Infotisch. Veranstalter: Robin Wood ; Kontakt: hamburg@robinwood.de

* Buchholz i.d. Nordheide: Mahnwache  10 – 13 Uhr am Bahnhofsvorplatz in der Bahnhofsstraße, Veranstalter: Runder Tisch Natur-, Umwelt- und Tierschutz

Info-Veranstaltung in Hamburg am 13.3.18 ; 19 Uhr Centro Social Raum Kubus, Sternstr. 2, Ecke Neuer Kamp, 20357 Hamburg, Infoveranstaltung von ROBIN WOOD zu Atomtransporten und den Widerstand dagegen

Weitere Veranstaltung an der Strecke sind auf der bundesweiten Seite zu finden.

Protest in Lingen, 2014

Brennelemente „made in Germany“ für neues finnisches AKW

Der Atomfrachter „Link Star“ der finnischen Reederei „Godby Shipping“ hat nach Beobachtungen von AtomkraftgegnerInnen am 17. Dezember 2017 gegen 22 Uhr Uhr den Unikai  / O’Swaldkai Liegeplatz 5/6 der HHLA im Hamburger Hafen Richtung Finnland verlassen.  An Bord befinden sich frische Brennelemente aus der AREVA (ANF)-Brennelementefabrik in Lingen (Niedersachsen). Diese sind für das noch nicht in Betrieb genommene Atomkraftwerk im finnischen Olkiluoto bestimmt. 5 LKW wurden gesichtet. (Siehe Bericht und bilder von SAND)
Dies ist der fünfte Atomtransport von Lingen nach Olkiluoto über den Hamburger Hafen und den Nord-Ostsee-Kanal (NOK) innerhalb von wenigen Monaten. Das neue Atomkraftwerk vom Typ EPR in Olkiluoto wird – nach etlichen Skandalen, Pannen und Jahren der Verzögerung – laut finnischem Betreiber TVO voraussichtlich in den kommenden Wochen in den heißen Probebetrieb gehen. Der wirtschaftliche Betrieb soll dann laut TVO 2018 in der zweiten Jahreshälfte starten.

Deutschland ist dafür mitverantwortlich, dass in Europa nach Fukushima ein neues AKW in Betrieb genommen wird! Weiterlesen

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Atomtransporte durch Hamburg – Auswertung der Drs. 21/10244

In Zwischen ist von SAND eine Auswertung der Angaben des Hamburger Senats in der Drucksache 21/10244 “Atomtransporte durch Hamburg” (XXVIII) in der Anlage 1 (“Genehmigungspflichtige Kernbrennstoff-Transporte Hamburg 02.06.2017-01.09.2017”) und der Anlage 2 (“Transporte sonstiger radioaktiver Stoffe vom 02. Juni 2017 bis zum 01. September 2017”) zu den Atomtransporten über den Hafen von Hamburg erfolgt.

=> Die Ergebnisse der Recherchen hier dokumentiert:

Auswertung der Anlage 1 (Kernbrennstoffe)

Auswertung der Anlage 2 (sonstige radioaktiven Stoffe)

Weitere Auswertung: https://sand.blackblogs.org/2017/11/21/atomtransporte-durch-hamburg-drs-2110244-auswertung-der-anlagen-1-und-2/#more-1626

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Lingen beliefert neubau AKW in Finnland über Hamburg

SAND berichtet über eine erneuten Atomtransport:

https://sand.blackblogs.org/2017/11/18/atomtransport-nach-finnland-link-star-in-hh-18-11-2017/

Zur Zeit ist das Atomfrachtschiff die „Link Star“ derfinnischen Rederei „Godby Shipping“ im hamburger Hafen am Unikai der HHLA. Es ist mit einem Atomtransport von Lingen in den Neubau des finnischen AKWs in Olkioto zu rechnen. Zuletzt war der Atomfrachter am 21.10.2017 in Hamburg und transportierte bereits neue Brennelemente für den Skandalneubau „European Pressurized Water Reactor“ (EPR). Dieses neubbau AKW soll ende des Jahres in den heißen Porbebetrieb gehen.