Atomtransporte durch Hamburg stoppen!

Solidarität mit dem Widerstand gegen das Atomklo Bure

Soli mit dem Widerstand in Bure und erneuter Uranzug

* Soligrüße der Kampagne gegen Atomtransporte an den Widerstand gegen das Atomklo in Bure

* Neuer Uranzug verlässt Hamburg am 2.11.2017

Anlässlich eines Vernetzungstreffens in Münster am 21. und 22. Oktober 2017 bekräftigten Aktivist*innen der bundesweiten Kampagne gegen Urantransporte ihre Solidarität mit dem Widerstand gegen das geplante Atomklo in Bure (Lothringen). Die Aktivist*innen unterhalten zahlreiche Kontakte mit dem dortigen Widerstand und haben in der Vergangenheit die Vernetzungstreffen zwischen französischen und deutschen Aktivist*innen im Haus des Widerstandes BZL immer sehr geschätzt. Um so empört zeigten sie sich über die schreckliche Polizeigewalt, die Robin und andere Aktivist*innen im Sommer bei einer Demonstration gegen das Atomklo erleben mussten. Mit Hausdurchsuchungen im Haus der Widerstandes, La Gare und weiteren Orten des Widerstandes Ende September zeigte der Atomstaat weiter seine Zähne.

Solidarität mit dem Widerstand gegen das Atomklo Bure
Solidarität mit dem Widerstand gegen das Atomklo Bure

Der Widerstand in Bure ist aber nicht alleine. Überall solidarisieren sich Menschen mit den Aktivist*innen vor Ort. Da Soli-Bild der Kampagne gegen Urantransporte wurde am 23. Oktober aufgenommen. An jenem Tag kamen die in den letzten Wochen überall in Frankreich gegründeten Bure Unterstützungskomitees zusammen, um über die Vernetzung des Widerstandes und dezentrale Aktionen zu reden. Im besetzten Wald „Bois Lejuc“ wurde eine Widerstandshüte mit Botschaften von Menschen aus ganz Frankreich und aus aller Welt errichtet. Aktivist*innen aus Deutschland, die auf dem Laufenden über den Widerstand und das Atomkloprojekt in Bure gehalten werden und (dezentrale) Soliaktionen durchführen wollen, tauschen sich über eine Mailingliste aus. Mehr Infos gibt es hier. Es gibt darüber hinaus Informationen auf Deutsch auf der Seite der Widerständigen aus Bure de.vmc.camp.

Der Kampf gegen das Atommüllager in Bure ist eng mit dem Kampf gegen die Versorgungstransporte der Atomindustrie verbunden. Atomkraft ist wie ein Flugzeug ohne Landebahn. Die Aktivist*innen der Kampagne gegen Urantransporte wollen Atommüll verhindern, bevor er entsteht – und nach Bure, Gorleben oder anderswo sinnlos gekarrt wird. Darum leisten sie unermüdlich Öffentlichkeitsarbeit und blockieren auch mal Uranfabriken oder Urantransporte. Die Teilnehmer*innen des Vernetzungstreffens in Münster begrüßten die 17-stündige Blockade eines Urantransportes auf seinem Weg zur Urananreicherungsanlage Gronau Anfang Oktober. Viele dieser Versorgungstransporte der Atomindustrie fahren von Hamburg nach Frankreich durch Lothringen nahe Bure… Das Uran wird in Uranfabriken in mehreren Schritten für den Einsatz im Atomreaktor vorbereitet. Ein Teil wird nach Anreicherung in Lingen (AREVA Fabrik) zu Brennelementen gefertigt. Von Lingen aus wird unter anderem das neue noch nicht in Betrieb genommene AKW im Finnischen Olkilouto versorgt.

Gut unterrichtete Kreise berichten außerdem über einen Uranzug, der am heutigen abend das Süd-West-Terminal der Atom-Umschlag-Firma C. Steinweg verlassen hat und sich nun auf dem Weg nach Narbonne in Süd-Frankreich befindet. Bericht von SAND. Der mit Uranerzkonzentrat (Yellow Cake) beladene Zug wird am Samstag – noch vor der Klimademo – durch Bonn und ein paar Stunden später an Bure vorbei fahren  (Fahrplan) – oder er wird zuvor durch Aktivist*innen gestoppt! Bericht von Urantransport.de.
Schon mal vormerken: der nächste Aktionstag gegen Urantransporte findet am 24. Februar 2018 statt.